Private Krankenversicherung und PKV-Rechner

veröffentlicht am 1. November 2015 in Allgemein von

Private Krankenversicherung und PKV-Rechner

 

Eine Private Krankenversicherung wird von verschiedenen Aktiengesellschaften oder Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit betrieben.

Es gelten hier als verbindliche Rechtsformen das Unternehmensrecht, das Versicherungsvertragsgesetz sowie das Versicherungsaufsichtsratsgesetz. Somit ist jede abgeschlossene Private Krankenversicherung ein privatrechtlicher Vertrag zwischen beiden Vertragspartnern. Der Versicherte verpflichtet sich, monatlich die geforderten Beiträge zu zahlen.

Im Gleichklang dazu versichert sich das betreffende Unternehmen, dem Versicherungsnehmer alle vertraglich vereinbarten Leistungen zukommen zu lassen.

Krankenkassenwechsel

Wer es sich leisten kann, geht in noch jungen Jahren in eine Private Krankenversicherung. Dh. er nimmt einen Krankenkassenwechsel vor.

Versicherungsesellschaften.

Diese (die Private Krankenversicherung) ist wesentlich günstiger als die gesetzliche Krankenversicherung. Die PKV berechnet den monatlichen Beitrag nach:

  1. Alter,
  2. gesundheitlichem Zustand,
  3. der Berufsgruppe
  4. sowie den gewünschten Leistungen.

Im Gegensatz dazu wird in der GKV der Beitrag nach dem Einkommen berechnet.

Es gibt bestimmte Voraussetzungen, um in einer Privaten Krankenversicherung aufgenommen zu werden:

Wer darf in eine Private Krankenversicherung wechseln?

  • Generell Beamte, welche ein Anrecht auf eine zusätzliche Beihilfe haben.
  • Dann normal arbeitende Personen, welche mit ihrem Einkommen oberhalb der Grenze von 53.550,- Euro liegen. Dieses Einkommen muss jeden Monat ohne Überstunden erzielt werden, wobei das Weihnachtsgeld ebenfalls dazu gerechnet wird.
  • Alle Personen, deren Einkommen unterhalb der Geringfügigkeitsrente von nicht mehr als 450,- Euro monatlich liegt.
  • Alle Selbstständigen Personen, wobei hier nicht die Höhe des Einkommens relevant ist.
  • Künstler und frei schaffende Journalisten, deren Einkommen ebenfalls mindestens 53.550,- Euro beträgt.
  • Studenten können auf Antrag bis zum vollendeten 30. Lebensjahr in der Privaten Krankenversicherung aufgenommen werden. Hierfür gibt es bei den Privaten Krankenkassen besondere Studententarife.

Alle Personen, auch die gesetzlich Versicherten, können zusätzliche Leistungen aus der Privaten Krankenversicherung buchen.

Es gibt drei unterschiedliche Arten der Privaten Krankenversicherung:

    • Die Vollversicherung: Absicherung aller gesamten Kosten sowohl bei der ambulanten als auch bei der stationären Behandlung sowie alle zuschussfähigen Medikamente.
    • Die Zusatzversicherung: Hier werden zusätzlich zur gesetzlichen Krankenversicherung bestimmte Teile der Privaten Krankenversicherung zusätzlich gebucht wie beispielsweise die freie Arztwahl oder Unterbringung in einem Einzelzimmer.



    • Die Teilversicherung: Hier wird nur ein Teil der gesamten Kosten bezahlt. Dies trifft insbesondere bei Beamten zu, welche Anspruch auf Beihilfe durch ihren Dienstherrn haben.

Private Vollversicherung

  • Im Jahr 2013 waren rund 10 Millionen Menschen in Deutschland privat versichert. Dies entspricht rund 12% der gesamten Bevölkerung.
  • Private Zusatzversicherung

  • Hier waren es im Jahre 2013 rund 25 % Krankenzusatzversicherungen abgeschlossen.

    Versicherungsesellschaften.

    Einen großen Anteil daran haben die private Zahnzusatzversicherung (für Inlays, Kieferorthopädie und Zahnbehandlungen), die zusätzlichen Krankenhausbehandlungen wie Einzelzimmer oder freie Arztwahl un die Krankenhaustagegeldversicherungen. Hier ist die gesamte Palette der Tagegeldversicherungen vorhanden. Die einzelnen Höhen des Krankenhaustagegelds wurden hierbei nicht gesondert ausgewertet.

  • Bei den Privaten Krankenversicherungsunternehmen bildet das individuelle Risiko die Grundlage. Maßgeblicher Anteil für die Aufnahme in die Private Krankenversicherung bildet das Eintrittsalter sowie der Gesundheitszustand der zu versichernden Person.
  • Beamtenanfänger, welche erstmalig beihilfeberechtigt sind, können im Rahmen der Öffnungsaktion auch ohne Gesundheitsfragen (selbst mit Behinderung) mit einem Risikoaufschlag von 30 % privat versichert werden.
  • Die Stiftung Warentest hat im April des Jahres 2014 alle Privaten Krankenversicherungsunternehmen getestet. Dabei ist der Stiftung Warentest aufgefallen, dass es auch besonders günstige Private Krankenkassen gibt. Allerdings lagen diese „Billigkassen“ alle im unteren Bereich des Testergebnisses, da bei diesen Kassen nicht alle Leistungen vorhanden waren und somit eine Wettbewerbsverzerrung aufgetreten wäre. Bei diesen Kassen erhält der Versicherungsnehmer lediglich die Grundversorgung.

Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung

  • Um von der Privaten wieder in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln zu können, muss mindestens eine dieser Klauseln zutreffen:
  • Wenn der Versicherungsnehmer die Einkommensgrenze regelmäßig unterschreitet, kann er sofort wieder in die GKV wechseln, falls er das 55. Lebensjahr noch nicht erreicht hat. Zudem kann er auch wieder in die GKV wechseln, wenn er arbeitslos wird. Das gleiche gilt für Selbstständige, welche ihre Selbstständigkeit aufgeben und in den letzten 30 Monaten in keiner gesetzlichen Krankenkasse versichert waren. aufgeben Zudem ist ein Wechsel von der PKV in die GKV auch dann möglich, wenn die Möglichkeit einer Familienversicherung gegeben ist.
  • Allerdings muss eine Person, welche ihr Studium abgeschlossen hat oder von der Selbstständigkeit direkt in Hartz IV rutscht, in der Privaten Krankenversicherung bleiben. Auch wer aus Altersgründen die Rückstufung in die gesetzliche Krankenversicherung nicht geschafft hat, muss in der Privaten Krankenversicherung bleiben, auch wenn er als Rentner weitaus höhere Beiträge als in der GKV zahlen muss.
  • Bei Kindern gilt die Regelung, dass sie unabhängig von den Eltern in eine Private Krankenversicherung wechseln können. Einige Unternehmen versichern auch Kinder alleine, ohne dass ein Elternteil eine PKV bzw. eine PKV-Zusatzversicherung hat. Anders als bei der gesetzlichen Krankenversicherung ist für jedes Kind in der Privaten Krankenversicherung ein eigener Beitrag zu zahlen, da man hier keine Sammelversicherung kennt.
  • Wenn zudem der Elternteil mit dem höheren Einkommen in der Privaten Krankenversicherung ist, beide verheiratet sind und das Einkommen im Monat regelmäßig über einem Zwölftel der Jahreseinkommensgrenze liegt, ist es allerdings nicht möglich, in der gesetzlichen Krankenversicherung eine kostenlose Familienversicherung zu bekommen. In solch einem Fall besteht die Wahlmöglichkeit in der gesetzlichen oder der Privaten Krankenkasse versichert zu sein.
  • Wenn die Eltern in einer Privaten Krankenversicherung sind, muss das Kind nicht zwangsläufig bei dem gleichen Unternehmen versichert sein. Einige Anbieter von Privaten Krankenversicherungen bieten spezielle Tarife nur für Kinder an.
  • Wenn die Eltern bereits mindestens drei Monate in der Privaten Krankenversicherung versichert sind und ein neu geborenes Kind spätestens zwei Monate nach der Geburt beim gleichen Unternehmen versichert ist, entfällt eine separate Gesundheitsprüfung. Das gleiche gilt für eine Adoption. Hierbei muss das adoptierte Kind allerdings noch minderjährig sein. Das Unternehmen kann in dieser Situation einen Risikozuschlag bis zu 100 % verlangen.
  • Altersrückstellungen gibt es bei Kindern nicht. Wie so auch keine Rückstellungen verloren gehen können, ist der Wechsel zu einem anderen Anbieter leichter als bei Erwachsenen. Der Beitrag für ein Kind beträgt je nach Unternehmen und Leistungen zwischen 60,- und 120,- Euro.
  • Die Beitragshöhe in der Privaten Krankenversicherung kann zwar bei jedem Unternehmen unterschiedlich sein, ist allerdings auf den Höchstbetrag in der gesetzlichen Krankenversicherung begrenzt. Das Ergebnis setzt sich zusammen aus dem allgemeinen Beitragssatz mal der Beitragsbemessungsgrenze plus des jeweiligen Zusatzbeitrags. Der monatliche Höchstbetrag 2014 liegt bei 627,75 Euro. Allerdings kann der einzelne Beitrag niedriger sein als der Höchstbetrag. Wenn der Versicherte nachweisen kann, dass durch seinen zu zahlenden Krankenkassenbeitrag Hilfebedürftigkeit entsteht, wird der monatliche Betrag halbiert. Dies ist vor allem für die Rentner wichtig, welche den Absprung in die gesetzliche Krankenkasse verpasst haben.
  • Es muss jeder einzelne für sich abwägen, ob sich ein Wechsel in die Private Krankenversicherung lohnt!

Hier geht es zum unabhängigen und anonymen Vergleich der PKV´s von verschiedensten Versicherungsesellschaften.

 

Übersicht der Krankenkassen – Welche Kassen gibt es?

Man kann nur in Krankenkassen beitreten, welche  auch im jeweiligen Bundesland vertreten sind. In Deutschland gibt es folgende Krankenkassen.

 

  • Betriebskrankenkassen
  • BARMER GEK
  • IKK classic
  • IKK gesund plus
  • AOK Baden-Württemberg
  • AOK Hessen
  • Knappschaft
  • BIG direkt gesund
  • KKH Kaufmännische Krankenkasse
  • DAK-Gesundheit – Deutsche Angestellten Krankenkasse
  • hkk
  • BKK A.T.U
  • BKK Pfalz
  • Actimonda Krankenkasse
  • BKK IHV
  • Techniker Krankenkasse
  • Salus BKK
  • SBK – Siemens Betriebskrankenkasse
  • BKK VBU
  • Heimat Krankenkasse
  • Vaillant BKK
  • Novitas BKK
  • mhplus Krankenkasse
  • BKK Scheufelen
  • BKK Advita
  • Die Bergische Krankenkasse
  • BKK Wirtschaft und Finanzen
  • Deutsche BKK
  • atlas BKK Ahlmann

Wenn Sie Hinweise beim Krankenkassenwechsel benötigen, dann melden Sie sich doch einfach bei uns!


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4 Kommentare

Hello Munich

Gut geschrieben! Wenn man jetzt nur noch eine PKV finden würde auf die schnelle!

Kann nur jedem raten vor dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung die Anbieter zu vergleichen. Für eine Preiseinschätzung ist der oben aufgeführte Rechner super 😉